Wertholzversteigerung: Eiche aus Ehinger Stadtwald erzielte das beste Ergebnis

Zwei Försterinnen begutachten große Baumstämme, die aufgereiht nebeneinander liegen

Digital auf regionale Stämme aus der Region bieten – dieses Angebot nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gemeinsamen Wertholzversteigerung des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis und des ForstBW Forstbezirks Ulmer Alb am 6. März 2025 in Langenau sehr rege. Zum zweiten Mal wurde die Versteigerung vollständig digital abgewickelt. Die Käuferinnen und Käufer konnten ihre Gebote bequem über eine Online-Plattform abgeben – auch für die Auswerter eine erhebliche Arbeitserleichterung.

Die Preise gingen wie im Vorjahr über alle angebotenen Sortimente etwas zurück, was angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zu erwarten war. Gute Holzqualitäten blieben jedoch weiterhin stark gefragt. Die mittleren und schlechteren Qualitäten hingegen wurden etwas schlechter bezahlt. Der Durchschnittserlös aller Hölzer lag mit 559 Euro je Festmeter unter dem Vorjahresniveau von 667 Euro je Festmeter. Dennoch lohnt es sich für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer Werthölzer im Rahmen der Submission anzubieten.

Den höchsten Erlös je Festmeter brachte eine schön gewachsene Eiche aus dem Stadtwald Ehingen. Der Stammabschnitt mit einem Volumen von 2,37 Festmetern erlöste den stolzen Preis von 5.370 Euro, was einem Festmeterpreis von 2.266 Euro entspricht. Der Baum wird wohl für den Innenausbau genutzt. Den höchsten Gesamterlös erzielte eine Eiche aus dem Staatswaldrevier Klingenstein mit einem Volumen 3,54 Festmetern, sie war mit insgesamt 7.770 Euro der teuerste Stamm auf der Submission (2.195 Euro je Festmeter).

Die gemeinsame Laub- und Nadelholzsubmission des Fachdienstes Forst, Naturschutz im Landratsamt Alb-Donau-Kreis und dem ForstBW Forstbezirk Ulmer Alb fand in diesem Jahr zum sechsten Mal nach der Forstreform statt. Für den Fachdienst Forst, Naturschutz war es insgesamt bereits das 37. Mal.

Bei der Submission werden vor allem wertvolle Einzelstämme zum Verkauf angeboten. Die Stämme liegen dabei für einige Wochen an zentralen Submissionsplätzen aus, wo die Interessenten sie begutachten können. Die Bieterinnen und Bieter konnten die Stämme vor Ort bewerten und ihr Gebot sofort mittels Tablet oder Smartphone in einer Online-Plattform abgeben. Wer gerne weiterhin auf Papier bieten wollte, konnte sich das Losverzeichnis ausdrucken und die Gebote später zuhause am PC digital erfassen.

Im Angebot war eine bunte Mischung von verschiedenen Baumarten: Neben Esche, Bergahorn, Roteiche und Kleinmengen von Bergulme, Spitzahorn, Linde, Kirsche und Lärche dominierte auch in diesem Jahr wieder die Eiche. Ein kleines Angebot an Buche wurde von der Kundschaft gut angenommen. Das Holz stammt aus den verschiedenen Wäldern des Alb-Donau-Kreises, des Landkreises Heidenheim, aus dem Stadtkreis Ulm, der Stadt Günzburg sowie dem ForstBW Forstbezirk Ulmer Alb. Die zum Verkauf angebotene Menge lag mit rund 940 Festmetern erneut unter dem langjährigen Niveau. 

An der Submission beteiligten sich nicht nur regionale Bieter, sondern Bieter aus ganz Deutschland, Frankreich, Österreich, den Niederlanden, Tschechien und Italien. Das Spektrum reicht von Schreinereibetrieben, über Säge- und Furnierwerke bis hin zu Spezialisten. Unter anderem decken sich französische Fasshersteller mit hochwertigem Eichenholz aus unseren nachhaltig bewirtschafteten Wäldern ein. Auch regionale Holzverarbeiter decken sich mit dem wertvollen Rohstoff ein. So gingen Eichenlose an einen Parketthersteller im nahen Unterallgäu. 

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Landratsamts Alb-Donau-Kreis unter der Telefonnummer 0731/185-1596 oder an den ForstBW Forstbezirk Ulmer Alb unter der Telefonnummer 0731/2987-9821.